2017-08-14 09:38
von Torsten Vogel
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Unternehmen sind heutzutage immer häufiger gefordert, mithilfe von personalpolitischen Maßnahmen ihre eigene Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern und so qualifizierte Mitarbeiter nicht nur zu gewinnen sondern auch zu halten. Ein wichtiger Aspekt der Mitarbeiterbindung, welcher des Öfteren vernachlässigt wird, ist die Investition in Weiterbildungsmöglichkeiten der eigenen Mitarbeiter. In Deutschland nehmen zum Beispiel nur 42 Prozent der Arbeitnehmer pro Jahr an einer generellen Weiterbildung teil.[1] Damit liegt Deutschland beim Ranking der alten EU-Länder im unteren Drittel. Die eigenen Mitarbeiter müssen stärker qualifiziert werden, um auch dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Eine weitere Möglichkeit, die Attraktivität eines Unternehmens zu steigern, ist die  lebensphasenorientierten Personalpolitik. In einem Unternehmen treffen verschiedene Generationen mit unterschiedlichen Wünschen und individuellen familiären oder privaten Bedürfnissen aufeinander. Zum einen gibt es Mitarbeiter, die sich beispielsweise rein auf ihre Karriere oder den Erhalt ihrer Gesundheit konzentrieren. Zum anderen spielen für viele auch die Familienplanung, die Versorgung der Kinder oder die Pflege von Angehörigen eine Rolle. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Unternehmen jede Generation mit gezielten Mitarbeiterangeboten ansprechen. Hierzu gehören beispielsweise Ruheräume, eine gesunde Verpflegung, Sportangebote, mobile Massagen, ergonomische Arbeitsplätze, Stressmanagement, flexible Arbeitszeiten, betriebliches Eingliederungsmanagement sowie eine betriebliche Sozialberatung.

Autoren: Merle Hicken & Jana Kanbach

 

[1] Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2016.

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