Der Einfluss von Technologien auf unser Gehirn
„Gehirnfunktion kann gefördert, aber auch geschädigt werden.“
Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, kontinuierlich neue Lerninhalte aufzunehmen. Die Aneignung von Fähigkeiten erfordert eine regelmäßige Wiederholung. Das Gehirn kann wie ein Muskel trainiert werden. Dies hat zur Folge, dass sich das Gehirn lebenslang neu strukturiert.
Die spannende Frage lautet: Verringern Technologien die Leistungsfähigkeit des Gehirns? Menschen nutzen digitale Technologien nun schon seit Jahrzehnten, um Informationen zu erhalten oder zu kommunizieren. In aktuellen Diskussionen wurde der Begriff der "Digitalen Demenz" erwähnt. Der Begriff bezeichnet den Zusammenhang zwischen der Nutzung digitaler Medien und dem Abbau kognitiver Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Gedächtnis und Entscheidungsfähigkeit. Digitale Tools für die Terminplanung werden beispielsweise von immer mehr Menschen genutzt. Es besteht eine Abhängigkeit von der Technologie. Langfristig ist eine Verschlechterung der Gedächtnisleistung möglich. Studien haben ergeben, dass Personen, die zum Beispiel häufig ein Navigationsgerät nutzen, einen Rückgang ihres räumlichen Gedächtnisses aufweisen. Durch regelmäßiges Training ist es möglich, die Gedächtnisleistung wieder zu verbessern.
Technologien erweitern allerdings auch Möglichkeiten zum Lernen. So ist es heute durch digitale Tools sehr leicht eine neue Sprache zu erlernen. Zudem haben Forschungen ergeben, dass Videospiele die kognitiven Fähigkeiten fördern können. Einerseits wird die räumliche Aufmerksamkeit gesteigert, andererseits wird die Flexibilität zwischen verschiedenen Aufgaben und Situationen geschult. Es besteht die Möglichkeit, auch die kognitiven motorischen Fähigkeiten durch den Einsatz von Videospielen zu trainieren und zu verbessern.
Hirnforscher empfehlen nach wie vor, aktiv Wissen anzueignen. Die Daten von Technologien sollten ständig hinterfragt und eingeordnet werden.
Es gibt eine Reihe von Empfehlungen, um die negativen Auswirkungen von Technologien auf das Gehirn zu minimieren. Es wird empfohlen, im Alltag digitale freie Zeiten zu integrieren. Es liegt in der Entscheidungsfreiheit eines jeden Menschen, zu jeder Zeit bewusst zu bestimmen, welche Technologie er einsetzen oder auf welche er verzichten möchte. Das Ziel besteht darin, eine Medienkompetenz zu entwickeln, die es ermöglicht, Technologien verantwortungsvoll zu verwenden.
Quellen:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Text die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.