2017-09-29 10:01
von Torsten Vogel
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In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung auch auf dem Arbeitsmarkt wird der Faktor des Employer Branding zu einem wertvollen Schlüssel, der Unternehmen positiv am Markt profilieren und darstellen kann. Durch eine positive Arbeitgebermarke steigert sich die Attraktivität des Unternehmens in der Außenwirkung und am Arbeitsmarkt merklich. Andererseits kann ein schlechtes Management einen massiven Reputationsverlust bedeuten und gleichzeitig dem Unternehmen einen empfindlichen Imageschaden zufügen. „Kununu“ als Marktführer und eine Fülle an weiteren Internetseiten bieten ihren Nutzern an, den Arbeitgeber kostenfrei und anonym zu bewerten. Mitunter bekommen diese dort vernichtende Bewertungsergebnisse.
Unternehmen sollten folglich bewusst darüber nachdenken, wie wichtig beispielsweise die Arbeitnehmerzufriedenheit und gute Arbeitsbedingungen für die Vermarktung ihrer Marke sein können. Zu den wichtigsten Faktoren des Employer Brand zählt nicht das Gehalt. Vielmehr ist Arbeitnehmern unter anderem ihr Aufgabenbereich und der Spaß an diesen Aufgaben, die Flexibilität der Arbeitszeit oder des Arbeitsortes und vor allem das Arbeitsklima im Unternehmen wichtig.
Ein gutes gewähltes Employer-Branding zeichnet sich allerdings nicht dadurch aus, dass man seinen Mitarbeitern viele hochwertige Materielle Dinge ermöglicht und sich mit der Konkurrenz am Arbeitsmarkt immer mehr darin überbietet. Das positive Management sollte authentisch und intrinsisch gelebt werden, um die nötige Glaubwürdigkeit des Handelns zu erzeugen. Mitarbeiterausflüge oder Gemeinschaftsabende wirken sich zum Beispiel einerseits attraktiv auf die Arbeitgebermarke aus, motivieren zum anderen aber auch die im Unternehmen tätigen Mitarbeiter und erzeugen ein positives Gemeinschaftsgefühl.

„Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.“
- Viktor Frankel

vgl. Ferber, I. (2017): Employer Branding in Zeiten von Nachhaltigkeit und Digitalisierung (S. 357-371). In: Spieß, B., Fabisch, N. (Hrsg.): CSR und neue Arbeitswelten. Heidelberg.

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