Mobbing am Arbeitsplatz:
So kannst du dich wehren
Wir alle kennen es – sei es aus Erzählungen oder weil wir selbst betroffen waren: Mobbing am Arbeitsplatz. Doch was bedeutet Mobbing eigentlich genau?
Ganz einfach erklärt: Mobbing umfasst das Schikanieren, Anfeinden und Diskriminieren von Arbeitnehmern – sei es durch Kollegen oder Vorgesetzte. Die Folgen sind oft schwerwiegend, denn Mobbing kann nicht nur psychische, sondern auch körperliche Schäden verursachen.
Erschreckende Zahlen: Wie verbreitet ist Mobbing am Arbeitsplatz?
Laut einer repräsentativen Studie sind 2,7 % der Arbeitnehmer in Deutschland betroffen – das entspricht fast 800.000 Menschen. Hochgerechnet auf ein gesamtes Erwerbsleben bedeutet das: Jede neunte Person wird im Laufe ihres Berufslebens mindestens einmal gemobbt.
Mobbing kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Die vier häufigsten sind:
Verbales Mobbing – Beleidigungen, herablassende Kommentare oder bewusstes Ignorieren.
Nonverbales Mobbing – Ausgrenzung, bewusstes Vorenthalten von Informationen oder gezieltes Verbreiten von Gerüchten.
Cybermobbing – Mobbing über digitale Kanäle, z. B. durch E-Mails, Chats oder soziale Netzwerke.
Sexuelles Mobbing – Unangemessene Annäherungen, zweideutige Bemerkungen oder Übergriffe.
Was kannst du gegen Mobbing tun?
Wenn du betroffen bist, ist es wichtig, aktiv zu werden. Hier sind einige konkrete Maßnahmen, die dir helfen können:
Führe ein Mobbing-Tagebuch
Notiere dir Datum, Uhrzeit, Ort, den Vorfall sowie die beteiligten Personen. Diese Aufzeichnungen können bei späteren juristischen Schritten hilfreich sein.
Lass dich nicht kleinmachen
Wenn du am Arbeitsplatz schikaniert wirst, setze dich in einem gewissen Rahmen zur Wehr – vor allem, wenn andere Kolleginnen oder Kollegen anwesend sind. Mache sachlich und bestimmt auf das unangemessene Verhalten aufmerksam.
Bleib ruhig und sachlich
Auch wenn es schwerfällt: Vermeide es, dich auf das gleiche Niveau wie dein Mobber zu begeben. Anstatt mit Vorwürfen zu reagieren, formuliere klar, was dich stört und wie du dich dabei fühlst.
Beziehe Dritte mit ein
Falls Gespräche mit deinem Mobber nichts bringen, solltest du dir Unterstützung holen. Wende dich an Vorgesetzte, den Betriebsrat oder eine Vertrauensperson. Gemeinsam könnt ihr nach einer Lösung suchen.
Fazit: Wehre dich – aber mit klarem Kopf!
Mobbing ist kein harmloses Ärgernis, sondern ein ernstes Problem mit oft gravierenden Folgen. Deshalb ist es wichtig, dass du dich wehrst. Bleibe dabei sachlich, aber entschlossen – und vor allem: Du bist nicht allein!
Quellen:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Text die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.
https://www.betriebsrat.com/wissen/personelle-angelegenheiten/mobbing-am-arbeitsplatz
https://www.arag.de/rechtsschutzversicherung/arbeitsrechtsschutz/mobbing-am-arbeitsplatz/